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09. 10. 2006 Holzschlag im Oberwiler Wald

Vielfältig präsentierten sich die Holzschlagarbeiten im Oberwiler Wald im kommenden Winterhalbjahr 2006/2007. Im Rahmen des Holzschlages der Bürgergemeinde Oberwil werden rund 800 m3 Holz geschlagen. Diese Menge entspricht dem jährlichen Zuwachs im Oberwiler Bürgerwald. Neben Durchforstungen und Verjüngungsschlägen richtet sich im kommenden Winter ein Hauptaugenmerk dem Unterhalt von Freizeitwäldern.

Freizeitaktivitäten hinterlassen auch im Oberwiler Wald Spuren

Freizeitaktivitäten sollen auch in Zukunft in stadtnahen Wäldern möglich sein. Für die heutige stressgeplagte Gesellschaft sind Erholungswälder von immenser Bedeutung. Dabei sollte aber bestmögliche Rücksicht auf die (ebenfalls geplagten) Pflanzen und Tiere genommen werden. Folgen der Übernutzung äußern sich im Umstand, dass mancherorts inoffizielle Feuerstellen und „Trampelpfade“ entstehen, Kraut- und Strauchschicht fehlen, Schäden am Baumbestand entstehen, Böden verdichten und dadurch die Artenvielfalt deutlich sinkt. Im Oberwiler Wald sind insbesondere im Bereich der Feuerstelle „Allme“ derartige Schäden großflächig zu beobachten. Als Maßnahmen sind weniger Verbote, sondern vielmehr verstärkte Lenkungsmassnahmen vorgesehen. Dazu gehört primär die Auflockerung des Baumbestandes zur Förderung von Kraut- und Strauchschicht. Durch die Entfernung einzelner Bäume dringt vermehrt Licht auf den Waldboden. Durch das Liegenlassen von Astmaterial entstehen natürliche Barierren, welche einen wesentlichen Beitrag für die Beruhigung des Waldgebietes „Allme“ leisten.

Holzschlag 2006/2007

Die Bürgergemeinde Oberwil, als größte Waldeigentümerin in Oberwil, pflegt und bewirtschaftet den öffentlichen Wald in Oberwil nach anerkannten Grundsätzen und im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Die Revision der Bestandesdaten des Forstamtes beider Basel von 2002 zeigt, dass die Holzvorräte in unseren Wäldern, insbesondere im Privatwald, in den letzten 20 Jahren merklich zugenommen haben. Diese Situation ist nicht unproblematisch. Der Betriebsplan des Forstreviers sieht in den nächsten 15 Jahren vor, die Stabilität der Wälder zu verbessern. Dies geschieht mit der vermehrten Schaffung von Jungwaldbeständen und der Reduktion des Holzvorrates. Holzschlagarbeiten beziehen sich im kommenden Winter auf Lichtungsschläge an Waldrändern und auf Durchforstungen. Auflockerung des Baumbestandes mittels Durchforstungen stehen in den Waldgebieten „Hohe Eiche“, „Lohgraben“ und „Allme “ an. Lichtungsschläge an Waldrändern haben das Ziel, stufige Strukturen zu fördern in der „Hohen Eiche“, im „Meierhegli“ und beim „Lohgraben“.

Brennholz zum Kauf

Die verschiedenen Holzsortimente werden über die bekannten Absatzkanäle vermarktet. Hochwertiges Stammholz wird im Rahmen des Wertholzverkaufs im Forstrevier Allschwil/vorderes Leimental Ende Januar 2007 angeboten. Das anfallende Brennholz wird in diesem Winterhalbjahr in Bündeln sterweise aufgerüstet und kann zu marktüblichen Bedingungen bei der Bürgergemeinde Oberwil bezogen werden. Für den Verkauf von aufgerüstetem Brennholz per Ster ab Wald steht Herr Alois Seiler, Waldchef Bürgergemeinde Oberwil (061/401 49 01), gerne zur Verfügung.

Waldbesucherinnen und Waldbesucher werden gebeten die Gefahrensignale „Holzschlag“ zu beachten. Abgesperrte Waldgebiete dürfen aus Sicherheitsgründen, während den Holzschlagarbeiten zwischen Oktober 2006 bis März 2007, keinesfalls betreten werden. Den Anweisungen des Forstpersonals ist unbedingt Folge zu leisten!

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