Aktuell / Archiv

< Vorhergehende Meldung Nächste Meldung >

11. 01. 2008 Nachhaltigkeit im Allschwiler Wald

Waldverjüngungen stehen zwischen Januar bis März 2008 im Mittelpunkt der Holzschlagarbeiten. Diese Arbeiten erfolgen in Zusammenhang mit dem or­dentlichen Nutzungsprogramm 2007/2008. Im Auftrag der Bürgergemeinde Allschwil und in Verbindung mit dem „Schutz- und Nutzkonzept Allschwiler Wald“ stehen Verjüngungsschläge, Durchforstungen und die Aufwer­tung von Waldrändern an. Umgesetzt wird u.a. eine Eichenverjüngung in der „Hinteren Allme“, als Folge der Verleihung des Förder­preises „Eiche 2200“ von proQuercus.


Förderung Jungwald

Der Holzvorrat im Allschwiler Wald hat in den letzten 20 Jahren zugenommen. Das bedeutet, dass weniger Holz geschlagen wurde als effektiv nachgewachsen ist. Wenn dieser Trend so weitergeht, nimmt der Holzvorrat laufend zu, die Stabilität der Wälder aber aufgrund des fortschreitenden Alters immer mehr ab. Im Sinne einer nachhaltigen Gestaltung des Allschwiler Waldes muss künftig mindestens der Zu­wachs genutzt werden. Auch die Altersklassenverteilung ist sehr einseitig. Alte Wald­bestände sind im Übermaß vorhanden, Jungwaldbestände sind untervertreten. Mit der zusätzlichen Holznutzung unserer Wälder wird die Stabilität der Waldbe-stände verbessert, der vermehrten Nutzung unseres nachhaltig wachsenden Roh-stoffes Holz Rechnung getragen und die Sicherheit für Waldbesucher erhöht. Der ver­mehrte Lichteinfluss im Wald sorgt aber auch dafür, dass wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten idealen Lebensraum vorfinden. Mit den Verjüngungsschlägen strebt die Bürgergemeinde Allschwil eine nachhaltige Altersstruktur an.


Eichen auch in Zukunft

Ziel der forstlichen Planung ist ein nachhaltig aufgebauter Baumbestand. Der Cha­rakter des heutigen Eichenmischwaldes soll erhalten bleiben. Damit der Nachwuchs an jungen Bäumen gesichert ist, sind Verjüngungsschläge unverzicht­bar. Alte Waldbestände werden durch junge Wälder ersetzt. Durch die großen Lichtbedürfnisse, insbesondere von jungen Eichen, sind größere Eingriffe in den Baumbestand nötig. Vielerorts im Allschwiler Wald verjüngt sich der Wald auf natürliche Art und Weise. Aus dem Samen der bestehenden alten Bäume keimen Jungpflanzen. Als Folge des grossen Vorkommens junger Eichenkeimlinge in den vergangenen Jahren, kön­nen durch gezielte Eingriffe im Kronendach des Waldes die jungen Eichen gefördert werden. In der "Hinteren Allme" werden in den nächsten Monaten, in Verbindung mit dem Förderpreis "Eiche 2200" von proQuercus, weitere Schritte zur Schaffung eines Eichenjungwaldes durchgeführt.

zur Übersicht