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08. 05. 2008 Vorsicht - die Eichenprozessionsspinner sind wieder aktiv

Die mit Brennhaaren versehenen Raupen des Eichenprozessionsspinners bauen wieder ihre grossen Gespinstnester an Stamm und Ästen von Eichen. Bereits wurden einige im unteren Baselbiet gesichtet. Nun heisst es wieder aufpassen, damit man nicht mit den Brennhaaren in Berührung kommt.

Die Raupen bevorzugen frei oder sonnig stehende Bäume. Sie ernähren sich von den frisch ausgetriebenen, jungen Eichenblättern und kehren tagsüber in ihre Gespinstnester am Stamm zurück. Bei Kontakt mit den Raupen können deren Brennhaare nesselartige Entzün­dungen hervorrufen und Atembeschwerden verursachen.

Wenn die wichtigsten Vorsichtsmassnahmen berücksichtigt werden, können gesundheitliche Probleme weitgehend vermieden werden:
- Vorsicht in der Nähe von Eichen - Befallsareale grundsätzlich meiden
- Raupen und Gespinste nicht berühren
- auch verlassene Nester nicht berühren, da sich darin noch immer abgebrochene Brenn­haare befinden können
- falls doch ein Kontakt stattgefunden hat, sofort duschen, Haare waschen und Kleider wechseln

Der Eichenprozessionsspinner ist eine einheimische Schmetterlingsart und gehört zum na­türlichen Ökosystem Wald. Infolge der milden Winter und der wärmeren Witterung trat die Raupenart in den letzten Jahren vermehrt in Gebieten auf, die bis vor wenigen Jahren noch verschont geblieben waren. Es ist unmöglich, diese Schmetterlingsart generell zu bekämp­fen. Vielmehr werden wir den richtigen Umgang mit den lästigen Plaggeistern lernen müs­sen. Vergleichbar mit Wespen, anderen stechenden Insekten oder giftigen Pflanzen, Pilzen und Beeren, mit denen man ja ganz alltäglich zu leben gelernt hat, muss auch diese natürli­che Begebenheit akzeptiert und verinnerlicht werden.

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