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29. 09. 2008 Waldverjüngungen gedeihen prächtig

Im Biel-Benkemer Wald wurden im letzten Winter neue Jungwaldflächen angelegt. Aufgrund der ausgezeichneten Witterungsbedingungen (regel­mäßige Regenschauer) und entsprechender Pflegeeingriffe haben sich die Verjüngungen prächtig entwickelt.

Aufgrund der Waldnutzung durch die Menschen in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten ist unser Wald einseitig aufgebaut. Der Anteil an alten Waldbeständen ist zu groß, Jungwaldbestände kommen nur vereinzelt vor. Mittelfristig wirkt sich die­ser Umstand negativ aus auf die Stabilität sowie auch auf die Flora und Fauna des Waldes. In Biel-Benken ist dieser Trend verstärkt sichtbar. Aufgrund der Besitzerverhältnisse (über 90 % Privatwald) wurde der Wald zurückhaltend, teilweise gar nicht verjüngt. Ziel der forstlichen Planung ist ein nachhaltig aufgebauter Baumbestand. Aufgrund der forstlichen Planung soll der Charakter des heutigen Eichenmischwaldes erhalten bleiben. Damit der Nachwuchs an jungen Bäumen gesichert ist, sind sogenannte Verjüngungsschläge unverzichtbar. Alte Waldbestände werden durch junge Wälder ersetzt. Durch die großen Lichtbedürfnisse, insbesondere von jungen Eichen, sind größere Eingriffe in dem Baumbestand nötig. Vielerorts im Biel-Benkemer Wald verjüngen sich Waldbäume natürlich. Aus dem Samen der bestehenden alten Bäume keimen Jungpflanzen. Im vergangenen Jahr war die Samenproduktion bei den Eichen sehr gross. Aus diesem Grund keimten im Frühjahr 2008 viele junge Eichen. Überlebensfähig sind die Eichenkeimlinge aber nur, wenn genügend Licht auf den Waldboden gelangt. Durch gezielte Eingriffe im Kronendach des Waldes (Räumungsholzschläge) werden die gewünschten Lichtverhältnisse geschaffen.

Jungwald im „Vorderholz“ und „Ischlag“

Ansätze solcher Naturverjüngungen sind in Biel-Benkemer Wald im „Vorderholz“ und „Ischlag“ zu beobachten. Im Frühjahr 2008 wurden durch die Gemeinde und die Bürgergemeinde Biel-Benken zwei neue Jungwaldflächen geschaffen. In den vergangenen Monaten hat sich die natürliche Verjüngung hervorragend entwickelt. Im August 2008 wurden die ersten Pflegeeingriffe vorgenommen. Um das Pflegeziel (Laubmischwald mit ho­hem Eichenanteil) zu erreichen, müssen die gewünschten Bäume von der übrigen Vegetation freigehauen werden. Im Rahmen dieser Eingriffe wurden bereits jetzt so­genannte Pflegegassen markiert. Diese Gassen dienen für die spätere Holznutzung als Rückengassen. In diesen Streifen werden keine gezielten Eingriffe vorgenommen. Von Zeit zu Zeit werden diese Gassen maschinell freigemulcht.

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