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21. 09. 2009 Ausstellung «Waldwirtschaft – nützlich, nötig, nahe liegend»

Allschwil hat sein eigenes, umweltfreundliches Kraftwerk: Der Wald. Im Lichthof des Gemeindezentrums vermittelt derzeit eine Ausstellung einen Eindruck darüber, welches Potential im Wald still und zuverlässig heranwächst und wie es besser genutzt werden könnte. Die Ausstellung ist Teil der Informationskampagne «Waldwirtschaft – nützlich, nötig, nahe liegend» des Waldwirtschaftsverbandes beider Basel (WbB).

Jahr für Jahr wächst in den Wäldern beider Basel Holz im Volumen des Basler Messeturms nach. Genutzt werden aber nur zwei Drittel, der Rest bleibt im Wald: Zum Nachteil der Stabilität des Waldes. Um gesund zu bleiben, braucht der Wald eine stete Verjüngungskur. Es sollte so viel Holz geschlagen werden, wie jährlich nachwächst. Rund 75'000 Kubikmeter Holz könnten in den Wäldern der Region zusätzlich geerntet werden, wenn die entsprechende Nachfrage bestünde.

Das neue Basler Holzkraftwerk bringt seit Herbst 2008 zwar eine Verbesserung der Situation: Aus dem Energieholz unserer Wälder entsteht Ökostrom und wird das städtische Fernwärmenetz mitversorgt. Noch bleibt aber ein Drittel der möglichen Holzernte im Wald zurück. Der Holzzuwachs im Allschwiler Wald beträgt jährlich rund 1’600m3! Im Rahmen der Ausstellung in der Gemeindeverwaltung Allschwil wird der Zuwachs in Form von Holzwürfeln eindrücklich dargestellt. So kann man sich vor Augen führen, wie schnell im Allschwiler Wald ein Holzwürfel „heranwächst“ – oder wie viele Würfel der Schweizer Wald in einer Sekunde „produziert“.

Mit seiner Aktion will der Waldwirtschaftsverband über den grossen Gemeinnutzen einer ökonomischen Waldpflege informieren und für die ökologisch notwendige Holzbewirtschaftung sensibilisieren. Denn oft werden kritische Stimmen laut, wenn im Wald Bäume gefällt werden, obwohl die fachgerechte Verwertung des einheimischen Rohstoffs Holz so nahe liegt. «Vielen ist es etwas fremd, dass der Wald genutzt wird, dass er ein sehr wichtiger Rohstofflieferant ist», bestätigt WbB-Präsident Andres Klein und ortet Erklärungsbedarf: «Die Kampagne gibt uns Gelegenheit, Kenntnis und Verständnis für die Waldwirtschaft in der Stadt und in der Agglomeration zu verbessern.» Die Waldwirtschaft darf hier als Musterbeispiel gelten, produzieren wir doch ökologisch und dank zusätzlicher Energieholzverwertung im Basler Holzkraftwerk auch wirtschaftlich; zudem schaffen wir Arbeitsplätze und wir bilden momentan über 30 Lehrlinge aus.»

Ort:
Gemeindeverwaltung
Baslerstrasse 111
4123 Allschwil

Öffnungszeiten:
MO: 07.00 - 19.00 Uhr (durchgehend)
DI: 08.00 - 11.45 Uhr
MI: 08.00 - 11.45 Uhr / 14.00 - 17.00 Uhr
DO: 08.00 - 11.45 Uhr
FR: 08.00 - 11.45 Uhr / 14.00 - 17.00 Uhr


www.partnerimwald.ch

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