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06. 04. 2010 Kampf dem drüsigen Springkraut im Allschwiler Wald

In verschiedenen Teilen des Allschwiler Waldes wuchert ein ausländisches Kraut und wird zum Problem für die einheimische Vegetation. Nun muss das Forstrevier Allschwil/vorderes Leimental diesem drüsigen Springkraut den Garaus machen. Eine Aktion, die nicht ohne Mithilfe der Öffentlichkeit machbar ist.

Der Mensch hat in den letzten 30 – 50 Jahren die Ausbreitung des drüsigen Springkrauts stark gefördert. Es wurde als Gartenpflanze aber auch als Bienenfutterpflanze aus Ostindien eingeführt. Durch die schnelle Verbreitung und das ausgeprägte Wachstum (bis zu 2 m hoch) verdrängt das Kraut die einheimische Vegetation. Aus diesem Grund wird es auch als invasiver Neophyt bezeichnet, eine Pflanze also, die direkt oder indirekt durch Menschen in Gebiete eingeführt wird, in der sie natürlicherweise nicht vorkommt.

Besonders an feuchten Standorten im Allschwiler Wald, wie zum Beispiel im Gebiet Mooshag, Frischmannshag und Geiser, breitet sich das drüsige Springkraut immer weiter aus. Nicht nur der feuchte Standort fördert das Kraut, auch der höhere Lichteinfall nach Pflegeeingriffen begünstigt das Wachstum des Neophyten. Diese werden dann zu direkten Konkurrenten der einheimischen Baumarten und schwächen sie in ihrem Zuwachs und in ihrer Vitalität. Um die einheimischen Pflanzen zu schützen und die Nachhaltigkeit zu gewährleisten wird nun das Forstrevier Allschwil/vorderes Leimental eingreifen müssen.

Wie Versuche aus dem Bayrischen Wald zeigen, ist das Ausreissen von Hand die einzige wirkungsvolle Methode gegen das drüsige Springkraut. Eine aufwändige und zeitraubende Arbeit für die Fachleute, welche vom Kanton Basellandschaft, der Uni Basel und der Bürgergemeinde Allschwil unterstützt und begleitet werden. Für diese intensive Arbeit ist das Forstrevier nun auf die Unterstützung der Öffentlichkeit, wie Schulen, Vereine, Firmen, Zivilschutz, usw. angewiesen. Auskünfte erteilt Ihnen gerne das Forstrevier Allschwil/vorderes Leimental und die Bürgergemeinde Allschwil unter 076 544 08 78 oder unter 061 482 22 46.

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