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05. 12. 2011 Jahresbericht über den Baumbestand am Bachgraben vom 1.Oktober 2010 - 30. September 2011

1. Einleitung

Im Rahmen einer Leistungsvereinbarung zwischen der Gemeinde Allschwil und der Bürgergemeinde Allschwil ist die Zusammenarbeit für forstliche Arbeiten im Dienste der Allgemeinheit in Allschwil geregelt. In dieser Vereinbarung sind auch die Arbeiten in Zusammenhang mit dem Baumbestand am Bachgraben geregelt. Der Bachgraben hat als Naherholungsgebiet und Fussgängerverbindung zwischen Basel und Allschwil eine wichtige Bedeutung. Durch die grosse Vielzahl von Pflanzen und Tieren ist der Bachgraben auch als Lebensraum sehr wertvoll. Er ist nicht nur als Lebensraum wichtig, er verbindet auch Lebensräume verschiedener Individuen. Diese Vernetzung ist für Pflanzen und Tiere äusserst wichtig.

Aufgrund des sehr trockenen Frühlings 2011 hatte sich der Blattaustrieb etwas verzögert. Im Berichtsjahr waren erneut bei vielen Eschen Kronenverlichtungen zu verzeichnen. Der Grund dafür lag in den meisten Fällen an einem neuartigen Triebsterben der Esche, welches in der ganzen Schweiz beobachtet wird. Das Triebsterben wird durch einen Pilz (Fraxinus excelsior) verursacht. Bereits im Jahresbericht 2010/2011 wurde auf diese Krankheit hingewiesen.

2. Massnahmen

Im Februar 2011 wurden mittels Helikopter wiederum einige Bäume entfernt. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Zwangsnutzungen (kranke oder abgestorbene Bäume). Im Hinblick auf einen artenreichen Baumbestand wurden auch Robinien eliminiert, welche nicht standortsgerecht waren. Durch diese Entnahme haben insbesondere Weichhölzer, wie Weide oder Pappel, Gelegenheit, sich besser zu entwickeln.

Auf der ganzen Länge des Bachgrabens wird periodisch der Gesundheitszustand der Bäume begutachtet. Bedingt durch das hohe Alter bestimmter Baumarten, wie Weiden oder Pappeln, kann der Anteil an bruchgefährdetem Totholz in kurzer Zeit markant ansteigen. Aus Sicherheitsgründen wurden bei einzelnen Bäumen die dürren Äste, teilweise auch ganze Bäume entfernt.

3. Pflege / Verjüngung / Pflanzung

2011 wurde ein besonderes Augenmerk auf die Pflege der Unterschicht des Bestandes am Bachgraben gelegt. Der Pflegeeinsatz vom September und Oktober 2011 bezog sich auf den Abschnitt vom Grabenring bis zum Veloweg beim Alterszentrum am Bachgraben. Im Bereich des Bachufers wurden alle Pflanzen entfernt, um einen ungehinderten Durchfluss des Bachwassers zu gewährleisten. In Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz wird diese Arbeit regelmässig wiederholt. In der unteren Schicht wurde der Strauch und Bestand an jungen Bäumen gezielt aufgelockert. Wünschenswerte Arten wurden gefördert, unerwünschte Konkurrenz entfernt.

4. Ausblick 2012

Aufgrund langer Trockenperioden wird die Anzahl lichter Bäume mit hohem Totholz-Anteil gross bleiben. Eine regelmässige Begutachtung ist deshalb besonders wichtig, um rechtzeitig Massnahmen anzuordnen.

Abschliessend kann einmal mehr festgehalten werden, dass die Gemeinde Allschwil mit diesen jährlich wiederkehrenden Massnahmen einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Sicherung der Artenvielfalt am Bachgraben leistet. Die Gefahr abbrechender, dürrer Äste und Baumpartien sowie das Abbrechen ganzer Bäume werden merklich reduziert. Die Gemeinde Allschwil ermöglicht mit diesen Investitionen allen Erholungssuchenden am Bachgraben einen möglichst sicheren und erlebnisreichen Aufenthalt.

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